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Wasserkreislauf im Wandel

„Wasser, trocken betrachtet“

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Wasservorkommen

71% der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt, davon sind nur 3% Süßwasser. Davon ist wiederum nur 1% Oberflächenwasser, also Seen, Flüsse, Sümpfe. Die restlichen 99% sind gebunden in Gletschern und als Grundwasser vorhanden. Das Gesamtvorkommen auf der Erde ist konstant und wird in einem dauerhaften Kreislauf gehalten.

Wasseranteil in Lebewesen

Mensch: ~60–70 %, Kuh: ~60–75 %, Hund: ~60–70 %, Huhn: ~55–65 %, Fisch: ~70–80 %

Wasserbedarf

Weltweit liegt der Süßwasserbedarf bei jährlich geschätzt 4370 km³ (2015 = aktuellster Wert), wobei die Grenze der nachhaltigen Nutzung bei 4000 km³ angegeben wird. Der Grad der Verdunstung beträgt ungefähr 20 % des Gesamtverbrauchs. Durch die zunehmende Erderwärmung bindet die Atmosphäre allerdings zusätzlich Wasser und erhöht den Grad der Verdunstung. Messdaten des Landwirtschaftsministeriums zeigen, dass in Österreich 80 Liter Wasser pro Quadratmeter und Jahr zusätzlich in die Atmosphäre entweichen, was einer Zunahme von rund 17 % im Vergleich zu früheren Perioden entspricht. Grund: Höhere Temperaturen führen zu mehr Verdunstung und gleichzeitig zu trockeneren Böden, also weniger Wasservorrat im Boden.

Aktuelle Daten aus dem UN-Weltwasserbericht 2024 zum globalen Süßwasserbedarf

Der globale Süßwasserverbrauch steigt jährlich um knapp 1 %. Größter Verbraucher: 70 % des entnommenen Süßwassers werden in der Landwirtschaft verwendet, 20 % in der Industrie und 10 % in privaten Haushalten. 2,2 Milliarden Menschen haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser, 3,5 Milliarden keine sauberen Sanitäranlagen.

Wasserkreislauf im Wandel

Die Erderwärmung verändert grundlegend, wie Wasser zwischen Atmosphäre, Landflächen und Ozeanen ausgetauscht wird. Extremniederschläge nehmen zu, während die Gesamtniederschlagsmenge global zurückgeht. Die Luftfeuchtigkeit steigt, da wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann (physikalisches Prinzip: ~7 % mehr Feuchtigkeit pro 1 °C Erwärmung). Die Troposphäre dehnt sich durch Erwärmung aus und kann so mehr Wasserdampf aufnehmen, der dann auf der Erde fehlt.

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