Mit Dir auf der Suche nach dem guten Leben für alle

Wasser ist die Basis für ein gutes Leben für alle

Von Wolkenmelkern und Nebelfängern

Und woher kommt dein Wasser? Aus der Wasserleitung natürlich! Spätestens seit diesem Sommer müssen wir uns mit dem Thema Wasserknappheit auch oder gerade in der Alpenregion beschäftigen. Was können wir da von Ländern lernen, in denen der Natur jeder Tropfen Wasser abgerungen werden muß? Wer engagiert sich bereits für eine gerechtere und wasser-resiliente Zukunft? Und was kannst du tun?

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Wie Wolken gemolken werden

“Flüssige Luft? Wie wir aus Wollken und Nebel Wasser gewinnen können“ betitelt Bayern 2 einen hörenswerten Beitrag zum fischen, ernten oder melken von Nebel und Wolken. Die einfachen und teilweise schon vor vielen Jahrhunderten erdachten Konstruktionen, die Wassertröpfchen aus der Luft sammeln, tragen poetische Namen: Cloudfisher, Wolkenmelker, Nebelfänger. Diese Wassersammel-Methode braucht nur drei einfache Dinge: Nebel oder tiefhängende Wolken, Wind und freie Flächen, über die der Wind blasen kann. Er treibt die Wolken oder die Nebelfetzen vor sich her und drückt sie durch auf Rahmen gespannte Netze, unter denen Auffangbehälter montiert sind.

Brigite Kramer berichtet in der Sendung auch über eine Methode, die sich die Ureinwohnern der regenarmen Kanarischen Insel El Hierro ausgedacht haben. Ihnen diente ein dicht belaubter, besonders großer und als heilig verehrter Stinklorbeer, Garoé-Baum genannt, als Wasserfänger. Auf seinen glatten Blättern sammelten sich die Tropfen der Wolken, die der Passatwind täglich über die Insel trieb. Der unten abgebildete Kupferstich aus der Zeit um 1680 zeigt Ureinwohner mit randvollen Wasserkrügen unter dem Baum. (Aus dem Werk „Description de L’Universe“ von Alain Manesson Mallet)

Wie Felsen als Lebensquellen dienen

Im Babati Distrikt in Tansania werden Felsformationen mit einer Gesamtfläche von über 12.000 Quadratmeter zu natürlichen Wasserspeichern, die Regen auffangen. Rock Catchment nennt sich diese Methode. Ein Hügel nahe der Gemeinden dient als gigantische Regenrinne und sammelt Wasser für die Menschen vor Ort. Diese naturbasierte Lösung sichert saubereres Trinkwasser derzeit schon für 450 Haushalte, zwei Schulen und eine Gesundheitseinrichtung. Die Organisation Viva con agua zeigt damit, wie viel möglich wird, wenn Mensch und Natur zusammenarbeiten.

Wer Wasser als Menschenrecht schützt

Die Blue Community umfasst Städte und Gemeinden, Universitäten und Schulen, Wasser- und Abwasserbetriebe sowie andere öffentliche Einrichtungen, Verbände, NGOs  Organisationen  und führende Wasser- und Abwasserexperten. Sie haben sich zusammengeschlossen, um Wasser als Menschenrecht zu schützen, es vor Verschmutzung und Profitgier zu verteidigen. Sicheres Trinkwasser für alle und überall wird gefördert, um Flaschenwasser und Plastikverschmutzung ein Ende zu setzen. Auf der Blue World Karte  sind die teilnehmenden Organisationen zu finden. In der Schweiz gibt es bereits eine Dachorganisation und in Deutschland viele Partner, darunter die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft.  Österreich ist (noch) ein weißer Fleck auf dieser Karte. 

Wo die Welt über Wasser spricht

Vom 23. bis 27. August findet die World Water Week in Stockholm statt. Im Mittelpunkt steht das Thema „Water for People and Progress“ und damit die Frage, wie wir gemeinsam Fortschritte auf dem Weg zu einer gerechteren und wasserresilienten Zukunft für Menschen und unseren Planeten erreichen können. Organisiert vom Stockholm International Water Institute (SIWI) bringt die Konferenz Menschen aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Praxis aus unterschiedlichen Regionen und Disziplinen zusammen. 

Der Schubs

Praktische Tipps für den sorgsamen Umgang mit Wasser im Alltag hat das Umweltbundesamt Deutschland in diesem Flyer zusammengestellt. Wie wär’s, wenn du eine Maßnhme davon gleich heute umsetzt? Schreibe einen Kommentar, wie es dir dabei ging und auch, wenn du persönliche Tipps hast.

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