Hier könnte noch ein Übertitel stehen
Wie WOLLEN wir leben?
Eine gemeinsame Suche nach dem guten Leben für alle.
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Was wir sollen, wissen wir. Was wir wollen – das ist oft unklar. Wollen setzten voraus, dass wir unsere Bedürfnisse kennen – etwas, das viele von uns nie gelernt haben. Erst seit wenigen Jahren rückt dieses Thema ins Licht. Die junge Generation ist darin bereits erstaunlich geübt, während ältere Generationen oft staunend danebenstehen.
Warum das so ist:
- Bedürfnisse wurden lange nicht ernst genommen
- Sprache für Bedürfnisse fehlt oft
- Gesellschaftliche Erwartungen formen unser Wollen (Normen, Statussymbole, Nachbarn, Familie, Arbeitgeber)
- Angst vor Konsequenzen begrenzt unser Wollen
- Bequemlichkeit und Konformismus lähmen uns
Wortschatz des Wollens
Bei meinem ersten GfK-Seminar (gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg) lagen über hundert Bedürfnis-Kärtchen am Boden. So viele Bedürfnisse?! So viele Worte dafür?! Ich brauchte lange, um sie zu begreifen – mein inneres Wörterbuch war klein. Und ich war kein Einzelfall.
Denn: Wir können gut sagen, was wir nicht wollen, wogegen wir sind. Was wir kaum können, ist, für etwas zu sein. Was wollen wir? Was brauchen wir? Wozu sage ich „JA“? Doch genau darum geht es beim Wollen.
Wollen hat einen Preis
Oft wird unser Wollen von außen geformt, von sozialer Erwünschtheit, Statussymbolen, Normen, Nachbarn, Familie, Arbeitgebern – und von unseren eigenen Ängsten. Denn Wollen kann Konsequenzen bedeuten. Und deshalb passen wir uns lieber an. Wollen fordert Mut. Wollen will gelernt sein. Wollen ist eine Kraft. Es ist wie ein Muskel, den wir trainieren müssen.
Unsere Frage lädt genau zu diesem Training ein:
- Was will ich wirklich?
- Wie will ich leben?
- Wie will ich mit anderen zusammen leben?
- Welcher Mensch will ich sein
- Welchen Beitrag will ich leisten?
Diese Fragen öffnen einen wichtigen Raum für die Wunderfrage. Denn Wollen ist der Anfang von Zukunft.