Das gute Leben [Philosophien vom guten Leben, Teil 1]
Das „Recht“ des Stärkeren
- Home /
- Das „Recht“ des Stärkeren
Die Sache läuft recht simpel: der stärkere Hund nimmt dem Schwächeren den Knochen weg und nagt ihn schnell ab, ängstlich um sich blickend, ob nicht ein noch stärkerer Hund kommt. Ober sticht Unter. Man nimmt sich, wenn man kann. Was möglich ist, wird gemacht. Es ist der Verweis auf eine Hackordnung, in der man sehen muss, wo man bleibt. Wer oben ist, hat die Kraft, wer unten ist, braucht alternative Strategien.
Dieses Prinzip ist keineswegs Relikt einer archaischen Vergangenheit. Es wurde und wird immer noch in manchen Firmen angewandt. Auch feiert es gerade politische Konjunktur und wird uns als Weg zum guten Leben verkauft. Ein starker Mann (neuerdings steigen auch „starke“ Frauen in den Ring) soll als Deus ex machina alles zerschlagen und wohltuend neu gestalten. Politiker:innen, die solches versprechen, werden derzeit nicht abgestraft oder besachtwaltet, sondern gewählt. Sie versprechen „alles für uns“ und versprechen den Wähler:innen, dass sie zu diesem starken Wir gehören. Wir nagen die Knochen ab, die anderen haben Pech gehabt.
Und was meinst Du?
Bringt die Macht des Stärkeren ein gutes Leben? Für wen?
Ist die Macht des Stärkeren eigentlich schon eine „Philosophie des guten Lebens“? Vielleicht, indem es darum geht, selbst „stark“ zu werden, Hierarchien hinaufzuklettern, sich Vorteile zu verschaffen? Gibt es derzeit Politiker:innen, die das Recht des Stärkeren politisch umsetzen wollen?
Lass uns im Kommentarfeld wissen, wie Du das siehst.
Du kannst uns Deinen Kommentar hinterlassen. Wir veröffentlichen Beiträge unserer Community.
Die Artikel auf dieser Webseite sind Impulse; der eigentliche Diskurs findet zwischenmenschlich statt. Schau einmal in den Terminkalender.
Du kannst im Kasten „Philosophie“ noch mehr Philosophien des guten Lebens kennenlernen.